Interview mit Adrian Filip
Senior Programmer bei DemoSCOPE AG – part of Norstat Group
Adrian Filip ist seit vielen Jahren in der Marktforschung tätig und verbindet technisches Know-how mit einer grossen Leidenschaft für Innovation. Seine Reise führte ihn von der Qualitätssicherung über die Programmierung komplexer Online-Umfragen bis hin zur Entwicklung individueller Lösungen, die weit über Standardfunktionen hinausgehen.
Im Interview sprechen wir über seinen persönlichen und beruflichen Weg:
Wie bist du zur Marktforschung gekommen und was hat dich daran begeistert?
Mein Interesse an der Marktforschung entstand während meines Marketingstudiums. Ich war fasziniert davon, wie uns die Marktforschung dabei hilft, die Meinungen und das Verhalten der Menschen zu verstehen und dieses Verständnis in aussagekräftige Erkenntnisse umzusetzen. Als ich später anfing, mit Online-Umfragen zu arbeiten, stellte ich fest, dass die Marktforschung zudem zwei Dinge vereint, die mir besonders Spass machen: Technologie und das Verständnis dafür, wie Menschen denken.
Du hast bereits in Rumänien als Programmierer in der Marktforschung gearbeitet. Welche Erfahrungen aus dieser Zeit begleiten dich bis heute?
Ich habe in der Qualitätssicherung angefangen und Online-Umfragen getestet – von der Routing-Struktur über die Funktionalität bis hin zu Bildschirmlayouts sowie den abschliessenden Tabellen und Berichten. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Umfrageprogrammierern und das ständige Aufspüren von Verbesserungsmöglichkeiten lernte ich zu schätzen, was sie da entwickelten. Ich wollte nicht nur Probleme identifizieren, sondern selbst bessere Lösungen entwickeln, und so beschloss ich, ins Skripting-Team zu wechseln. Diese QA-Perspektive und Denkweise sind mir geblieben: Ich schaue immer noch nicht nur darauf, ob etwas funktioniert, sondern auch darauf, wie es besser funktionieren könnte.
Was hat dich dazu bewegt, den Schritt in die Schweiz zu wagen – und schliesslich Teil von DemoSCOPE zu werden?
Der Umzug in die Schweiz bedeutete den Beginn eines völlig neuen Kapitels, war aber auch ein attraktiver beruflicher Schritt. Der Ruf des Landes für Qualität, hohe Standards und Investitionen in Forschung und Innovation hat mich angesprochen. Als sich die Gelegenheit bei DemoSCOPE bot, schien mir das eine sehr gute Kombination zu sein: Ich konnte auf meiner Erfahrung in der Programmierung von Umfragen aufbauen und mich gleichzeitig in den Bereichen Webtechnologien und neue Lösungen weiterentwickeln.
Welche technologischen Entwicklungen beobachtest du derzeit besonders aufmerksam und wie werden sie unsere Arbeit verändern?
KI, ganz klar, aber vor allem die Art und Weise, wie sie die Durchführung von Interviews verändern könnte. Ich interessiere mich sehr für dialogorientierte Umfragen und KI-Interviewer, die ein Interview natürlicher wirken lassen und gleichzeitig strukturierte Forschungsdaten liefern. Ich glaube nicht, dass KI unsere Arbeit einfach ersetzen wird. Sie wird unsere Rolle verändern: weniger repetitive Umsetzung und mehr Fokus auf die Gestaltung, Steuerung und Verbesserung des gesamten Interviewerlebnisses.
Gab es ein Projekt oder eine Herausforderung in deiner Laufbahn, auf die du heute besonders stolz zurückblickst?
Besonders stolz bin ich auf Projekte, bei denen die Standardfunktionen der Umfrage-Software nicht mehr ausreichten und ich eine massgeschneiderte Lösung entwickeln musste. Es macht mir Spass, etwas, das zunächst schwierig oder vielleicht sogar unmöglich erscheint, Schritt für Schritt so umzugestalten, dass es in einem echten Interview zuverlässig funktioniert. Das sind in der Regel auch die Projekte, aus denen ich am meisten lerne.
Was gibt dir ausserhalb der Arbeit Energie – und nimmst du davon etwas in deine Rolle als Programmer mit?
Zeit in der Natur zu verbringen, zu wandern und neue Orte zu entdecken, gibt mir Energie. Aber oft geniesse ich es auch, vor meinem PC zu sitzen und an kreativen und technischen Ideen zu arbeiten. Ich glaube, einiges davon fliesst unweigerlich in meine Arbeit ein: Neugier, ein Gespür dafür, wie etwas aussieht und sich anfühlt, sowie der Wunsch, Lösungen zu entwickeln, die nicht nur funktional sind, sondern auch angenehm und intuitiv zu bedienen sind.
Persönliche Einblicke in seinen Werdegang, seine Begeisterung für Technologie und seine Sicht auf die Zukunft der Marktforschung.